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BEZIRK FRAUENFELD

Bezirk Arbon

 

Wahlen im Bezirk Frauenfeld

  • Christine Steiger Eggli - Berufsrichterin
  • Stefan Bünter - nebenamtlicher Richter
  • Marianne Guhl - Suppleantin

Abstimmung in der Stadt Frauenfeld

  • JA zur neuen Gemeindeordnung in Frauenfeld

 

Christine Steiger

 

Christine Steiger Eggli - Berufsrichterin

Ich bin 1956 geboren und in Zürich aufgewachsen. Ich bin verheiratet und habe drei erwachsene Kinder. Seit 1973 lebe ich mit Unterbrüchen im Thurgau. Seit 2008 bin ich Mitglied der SP. Nach der Zweitwegmatura an der TSME in Frauenfeld absolvierte ich das Jura-Studium an der Universität Zürich und war danach während 13 Jahren im Rechtsdienst des Baudepartements des Kantons Thurgau (jetzt Departement für Bau und Umwelt) tätig, davon die letzten 13 Jahre als dessen Leiterin. Seit April 2008 amte ich als Präsidentin der Frauenzentrale Thurgau und seit anfangs 2010 bin ich wieder im Vorstand des Theagovia Theaters tätig, dem ich schon früher einmal angehört hatte. Neben den verschiedenen Vorstandstätigkeiten hoffe ich, genügend Zeit zu finden, mich mit Fitnessaktivitäten in Schwung zu halten.

Ich bin nun seit mehr als sechs Jahren als Richterin tätig und schätze bei meiner Arbeit die Selbständigkeit, habe ich doch für die mir zugeteilten Fälle die Verfahrensleitung. Ich setze mich dort, wo es der Prozess und die Situation erlauben, für eine Einigung der Parteien ein, da mit einem Vergleich der Rechtsfrieden am besten wieder hergestellt wird. Ist kein Vergleich möglich, entscheide ich rasch – als Einzelrichter oder im Kollegium. Die Richtertätigkeit stellt grosse Anforderungen an fachliche und menschliche Qualitäten. Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst und werde auch in Zukunft mein Bestes geben und mich für eine faire und konsequente Rechtsprechung einsetzen.

 

Stefan Bünter

 

Stefan Bünter - nebenamtlicher Richter

Mit meinen fünfzig Lebensjahren und über zwei Jahrzehnten Erwerbstätigkeit in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft bringe ich Lebenserfahrung und Fachwissen mit – persönliche Eigenschaften, welche ich in den vergangenen bald sechs Jahren meiner Richtertätigkeit optimal nutzen konnte.

Mein berufliches wie auch mein politisches Engagement gehen immer von den Anliegen und Bedürfnissen des Menschen aus, stellen ihn ins Zentrum der Betrachtungen, der Überlegungen und des Handelns. Diese Haltung prägt auch meine Arbeit im Richtergremium.

Meine Kandidatur bietet Gewähr für Fachwissen aus der Wirtschaft – insbesondere in Steuer-, Buchhaltungs- und Finanzfragen – und den praxisnahen Umgang mit komplexen Fragestellungen. Ich stelle mein Know-how gern weiterhin für dieses Richteramt zur Verfügung.

Persönliche Eckdaten:

  • Jahrgang 1960, nicht verheiratet, Bürger von Wolfenschiessen NW, seit 1994 wohnhaft in Frauenfeld
  • Betriebsökonom HWV, seit 1994 selbstständiger Steuer- und Wirtschaftsberater in Frauenfeld
  • Berufserfahrung in den Branchen Grossbank, Unternehmensberatung, Fabrikationsbetrieb (als Mitglied der Geschäftsleitung), ausseramtliche Konkursverwaltungen und Administration öffentlich-rechtlicher Institutionen
  • 2001-2005 SP-Gemeinderat (Legislative) in Frauenfeld
  • Ausserberuflicher Erfahrungshintergrund: Tätigkeit in verschiedenen Non-Profit-Organisationen auf strategischer und operativer Ebene

 

Marianne Guhl

 

Marianne Guhl - Suppleantin

Kindheit, Schulen, Ausbildung
Ich wurde am 6. März 1952 als erste von drei Töchtern geboren. Mit meinen beiden Schwestern wuchs ich in Steckborn auf. Meine Kindheit war geprägt von der rund um die Uhr dauernden Arbeit meiner Eltern in der Landpraxis der 50er- und 60er-Jahre. Die Primar- und Sekundarschule besuchte ich in Steckborn, die Kantonsschule in Schaffhausen. 1971 verstarb mein Vater unerwartet und hinterliess eine grosse Lücke in unserer Familie. 1972 begann ich das Studium der Landwirtschaft an der ETH Zürich, das ich 1977 in der Richtung Pflanzenbau abschloss.

Berufliche Tätigkeit
Nach dem Studium war es mir wichtig, erste berufliche Erfahrungen in der Schweiz zu machen, obschon ich das Studium mit dem Ziel der Entwicklungszusammenarbeit gewählt hatte. So kam ich als Leiterin der Zentralstelle für Gemüsebau an die landwirtschaftliche Schule Salez. Nach knapp fünf Jahren Rheintal wagte ich Ende 1982 den Schritt ins Ausland und arbeitete bis 1987 für die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit auf den Kapverdischen Inseln. Zurück in der Schweiz unterrichtete ich zwei Jahre in Teilzeit-Anstellung an der landwirtschaftlichen Schule Arenenberg. Meine letzte berufliche Tätigkeit war von 1998 bis 2000 in Moçambique an einer Alphabetisierungsschule für Frauen.

Familie und jetzige Tätigkeit
Auf den Kapverdischen Inseln lernte ich meinen Ehepartner Rolf Gsell kennen. Zusammen mit unseren vier Kindern, die zwischen 1985 und 1992 zur Welt kamen, versuchen wir den familiären und persönlichen Interessen gerecht zu werden. Bevor wir 1994 nach Steckborn zogen, hatten wir sechs Jahre in Rafz gewohnt. In jener Zeit machte ich die Ausbildung zur Spielgruppenleiterin. Meine Spielgruppe in Steckborn bestand nur zwei Jahre, da sich für unsere Familie die Gelegenheit bot, einen weiteren Einsatz in Afrika zu leisten. So lebten wir von Juli 1996 bis August 2000 im Norden von Moçambique, wo wir prägende Erfahrungen machten. Nach unserer Rückkehr vermisste ich die ehemalige Arbeiterbibliothek in Steckborn. Ein Bezirkshauptort ohne öffentliche Bibliothek? Wo wir auch immer gewohnt haben, eine Bibliothek war vorhanden und gehörte zum Bildungs-Angebot der jeweiligen Orte. So gründeten wir 2001 den Verein Mediaborn mit dem erklärten Ziel, eine Bibliothek/Mediathek in Steckborn aufzubauen und zu betreiben. Dank der Mithilfe von tatkräftigen SteckbornerInnen und einer erfolgreichen Geldsammlung konnte das Projekt innert kurzer Zeit realisiert werden. Seit Juli 2003 steht den Bewohnern von Steckborn und Umgebung das „haus für aug und ohr“ mit seinem breiten Angebot zur Verfügung. Meine derzeitige Aufgabe ist die Führung der Mediathek, was ich mit viel Freude mache. Zusammen mit zwei Freundinnen öffnen wir jeden Monat die Vollmondbar in Steckborn. Wir bieten unseren Gästen einen Treffpunkt für Gespräche und untermalen diese mit musikalischen Darbietungen. Seit 2008 bin ich Suppleantin des Bezirksgerichts Steckborn. Obschon meine Einsätze unregelmässig sind, habe ich dennoch einen guten Einblick in die Bezirksgerichtstätigkeit erhalten. Gerne würde ich zukünftig die Region Untersee als Suppleantin des neuen Bezirksgerichts in Frauenfeld vertreten.

 

Sybille Kaufmann

 

JA zur neuen Gemeindeordnung in Frauenfeld

Am 13. Juni kommt die Verfassung der Stadt Frauenfeld (Gemeindeordnung/GO) vors Volk. Zwei Spezialkommissionen des Gemeinderates haben eine Teilrevision der GO erarbeitet, die sich sehen lassen kann. Die eine Spezialkommission – aus-gewogen zusammengesetzt mit Vertretungen aus allen Parteien – kümmerte sich ausschliesslich um ein neues Einbürgerungsverfahren. Neu wird sein, dass der Gemeinderat eine politisch ausgewogene 13-köpfige Einbürgerungskommission wählt, wovon die Hälfte nicht dem Rat angehören muss. Damit wird künftig bei den Einbürgerungsverfahren eine vertiefte Prüfung der Anträge, mehr politische Transparenz und die Sicherstellung der breiten kritischen Volksmeinung gewährleistet.

Die zweite Spezialkommission hat sich danach konstruktiv und sachverständig der vollständigen Teilrevision der GO angenommen. Der Gemeinderat stimmte dieser Vorlage mit grosser Mehrheit zu. Dabei gingen diejenigen Volksvertretungen im Rat, denen die Sache und nicht die Parteiinteressen am Herzen liegen, Kompromisse ein. Fast alle waren dazu bereit und so liegt nun eine gute Vorlage zur Abstimmung vor. Mit einem JA zur neuen GO erhalten wir mehr politische Transparenz und es wird gewährleistet, dass die Meinungen der gesamten Bevölkerung Berücksichtigung finden.

Sybille Kaufmann
Vorstand SP Frauenfeld

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